Forderungskatalog ! Bundesweit kam es in Deutschland, in den letzten Jahren, zu einer kontinuierlich ansteigenden Zahl von Inobhutnahmen, basierend auf dem BGB §1666 und auf dem SGB VIII § 8a. Auch die Anrufungen des Familiengerichts zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge nahmen kontinuierlich zu. Zahlen aus dem Jahre 2011 (Quelle Statistisches Bundesamt Wiesbaden) Bundesweit: 33.445 bestellte Amtspflegschaften für Kinder und Jugendliche 32.280 bestellte Amtsvormundschaften für Kinder und Jugendliche 15.924 Anrufungen des Familiengerichts zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge 12.723 gerichtliche Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge 9.656 Übertragungen der vollständigen oder teilweisen Personensorge auf das Jugendamt 10.027 Inobhutnahmen auf eigenen Wunsch der Jugendlichen 27.623 Inobhutnahmen wegen Gefährdung 29.851 Unterbringungen in geeigneten Einrichtungen, davon: 20.540 bei Trägern der öffentlichen Jugendhilfe und 9.311 bei Trägern der freien Jugendhilfe Das Jugendamt ist laut SGB VIII § 42 ff verpflichtet, in Zusammenarbeit mit den Eltern und den Kindern/ Jugendlichen die Inobhutnahmen und die darauf folgenden Maßnahmen so kurz wie möglich zu halten und nach Beseitigung der Ursachen, welche zu einer Inobhutnahme geführt haben, die Kinder/Jugendlichen in den elterlichen Haushalt zurückzuführen. Unsere Erfahrungen, als betroffene Eltern, Großeltern und Kinder/Jugendliche zeigen, dass dieses nicht eingehalten wird, bzw. dass immer häufiger in Deutschland Kinder unter fadenscheinigen Gründen von übereifrigen und sich profilieren wollenden Jugendamts- Mitarbeitern aus ihren Familien herausgerissen oder von ihren alleinerziehenden Müttern getrennt werden. Diese fadenscheinigen Gründe werden im Laufe des Kindesentzugs immer wieder umgemodelt und so angepasst, um im Nachhinein auch Fehlentscheidungen rechtfertigen zu können. Im Notfall mit Lügen, Verleumdung und mitunter sogar mit Rufmord! Auch mit Hilfe von einseitig ausgewählten, die Unwahrheit aussagenden gegnerischen Belastungszeugen, während eigene Entlastungszeugen unter ebenso fadenscheinigen Grund- Angaben nicht zugelassen werden! ?Ausgewählte? Gutachter legen Aussagen von befragten Beteiligten nach eigenem Belieben aus (positiv Gemeintes wird ins Negative verdreht) und Jugendamtsmitarbeiter verdrehen Betroffenen und deren Angehörigen (z.B. Großeltern) das Wort im Mund. Beauftragten Rechtsanwälten wird z.T. mit ständigen neuen Hürden, Winkelzügen, plötzlichen Terminabsagen und sogar Lügen das Arbeiten extra schwer gemacht ? und man versucht, sie zu Verfahrensfehlern zu verleiten, um sie dann ablehnen und ausbooten zu können. ?Brutale Methoden deutscher Jugendämter?, so beklagte ebenfalls schon 2008 der Vorsitzende des Petitionsausschusses des Europaparlaments, Martin Libicki, ?beschäftigen neben 400 Petitionen vor dem Ausschuss nun auch das Hochkommissariat für Menschenrechte der UN im Rahmen des ´periodischen Prüfungsberichtes´. Deutschland laufe Gefahr, die Grundprinzipien der internationalen Menschenrechtskonventionen, z.B. die UN Konvention, zu verlassen.? Einen weiteren Anlauf des Petitionsausschusses des Europa-Parlaments, auf diese menschenrechtsverletzenden Missstände hinzuweisen, gab es Ende November 2011 vor dem Bundestag in Berlin. Doch was ist inzwischen seitens der Politik geschehen? Aus diesen Gründen fordern wir als Betroffene die Politik auf, endlich etwas grundlegend zu ändern, denn laut GG Artikel 6 steht die Familie unter einem besonderen Schutz des Staates! Wir fordern auf keinen Fall die Abschaffung oder Auflösung des Jugendamts, denn wir wissen von der Notwendigkeit einer solchen Behörde. Unsere Forderungen an die Politik sind vielmehr folgende:  >   unabhängige Fachaufsichten über die Jugendämter  >   Ombudsstellen  >   Aufklärung und Einhaltung des SGB VIII seitens des Jugendamts  >   strikte Einhaltung des Rechts auf Akteneinsicht  >   Recht auf Information auch bei nicht vorhandenem Sorgerecht  >   Transparenz, welche grundsätzlich immer von den Eltern gefordert wird, aber von Seiten des        Jugendamts  nicht besteht. >    Einhaltung der Urteils-Beschlüsse der Familiengerichte durch das Jugendamt, daraus folgend: >    Amtshaftung der Jugendamtsmitarbeiter >    Sanktionen für Jugendamtsmitarbeiter >    Wahrheitspflicht >    Recht auf strafrechtliche Verfolgung >    Pflicht, Aussagen der Eltern unvoreingenommen zu prüfen und Zeugen aus dem >    familiären und sozialen Umfeld zu hören >    Gerichtsverfahren für die Öffentlichkeit zugängig machen >    Zulassung von Zeugen bei Gerichtsverhandlungen erlauben und auch anhören >    Kooperations- und Kompromissbereitschaft nicht nur zu fordern, sondern auch selbst zu praktizieren. >    Überprüfung der Inobhutnahmen auf deren Rechtmäßigkeit Heidi Howestädt Veranstalterin Demo Paderborn 6.12.2012